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Geschichte des Finanzamtes Angermünde

Finanzamt Angermünde

Neustart nach der Wende

Der erste frei gewählte Ministerrat der DDR hatte am 2. Mai 1990 den Beschluss gefasst, zum 1. Juli 1990 Finanzämter zu bilden. Dazu zählte auch das Finanzamt Angermünde. Zum Finanzamtsbezirk gehörte der Landkreis Angermünde und die kreisfreie Stadt Schwedt/Oder.

Ende Mai 1990 begann der Aufbau des Amtes. Vordringliche Aufgaben waren, die personellen und materiellen Voraussetzungen zur sofortigen Übernahme des Umsatzsteuerrechts der Bundesrepublik Deutschland ab dem 1. Juli 1990 und des Steuerrechts für alle weiteren Steuerarten zum 1. Januar 1991 zu schaffen. Mit dem Aufbau der Verwaltung des Finanzamtes wurde Frau Probstmeyer als Vorsteherin betraut. Im Finanzamt Angermünde waren zum 1. Juli 1990 55 Bedienstete beschäftigt. Seinen Sitz hatte das Finanzamt vorerst in den Räumen der Kreisverwaltung Angermünde und SED-Kreisverwaltung in der Schwedter Str. 18/20 in Angermünde.

Aufbauhilfe aus dem nordrhein-westfälischen Sankt Augustin

Zur Aufbauhilfe ordnete die nordrhein-westfälische Finanzverwaltung dem Finanzamt Angermünde das Finanzamt Sankt Augustin als "Patenamt" zu.

Mit Übernahme der Fach- und Dienstaufsicht durch den Aufbaustab der Oberfinanzdirektion Cottbus im Oktober 1990 und dem Einsatz von Herrn RD Kuhl am 6. Dezember 1990 als Vorsteher begann eine neue Phase für den Aufbau des Finanzamtes Angermünde.

Dabei standen folgende Schwerpunkte im Mittelpunkt:

  • aufgabenbezogene Personalausstattung der Stellen
  • Neuzuschnitt der Sachgebiete
  • Qualifizierung der Angestellten zur Anwendung des bundesdeutschen Steuerrechts.

Am 25. August 1993 trat Reinhard Krüger seinen Dienst als Vorsteher an. Er gehörte zu den ersten sechs Vorstehern, die im Land Brandenburg ordentlich bestellt wurden. Im Jahr 1993 wurde im Rahmen der Kreisgebietsreform aus den Altkreisen Angermünde, Prenzlau und Templin sowie der Stadt Schwedt der Landkreis Uckermark gebildet. Im Rahmen der Kreisgebietsreform erfolgte der Beschluss, dass es nur noch ein Finanzamt pro Landkreis geben sollte.

Neubau im Dezember 1998 fertig gestellt: Das Amt zieht um

Die unzulängliche räumliche Unterbringung der Finanzämter Angermünde und Prenzlau machte es unumgänglich, ein geeignetes Gebäude für eine dauerhafte Aufnahme des neuen Finanzamtes Angermünde zu finden. Im November 1997 begannen in Angermünde die Bauarbeiten für das neue Finanzamtsgebäude. Das Gebäude in der Jahnstraße 49 wurde im Dezember 1998 fertig gestellt und am 14. Dezember 1998 durch die Beschäftigten der ehemaligen Finanzämter Angermünde und Prenzlau bezogen.

Nach der Zusammenlegung beider Ämter beschäftigt das Finanzamt Angermünde zum 01.01.2015 122 Angestellte und Beamte.